(74) Wald. Entdeckungen.

Es muss nicht immer der Zoo sein, um in Zürich auf Exotisches zu stossen. Wenn man von Witikon herunter zum See läuft, kommt man am Elefantenbach vorbei, einer fast lebensgrossen Steinpülastik des ebensolchen, der eigentlich in einen Zürcher Tobel nicht passt. Aber der Waldweg entspannt und Kinder haben auf dem Schädel des Untiers ihre Freude. …

(34) Pedalo. Seecruise.

Sagt meine Gattin neulich beim Spazierengehen, wir könnten eigentlich „endlich mal“ Pedalo fahren. Damit meint sie als Schweizerin die Benutzung eines Tretbootes auf dem Zürichsee. Gesagt, getan. Für schlappe 30 CHF eine Stunde gemietet und los. Die Dinger lassen sich auch auf einem wackeligen See (der Schiffsverkehr erzeugt Wellen) gut steuern. Vor allem wenn man …

(95) Hänge. Matt.

Einfach ist es nicht, in so eine Doppelhängematte zu kommen. Der Trick bei solchen Umschwüngen besteht ja darin, über den Schwerpunkt der Matte hinaus einzuschwingen. Die ersten paar Mal hatte ich kein Glück und hätte beinahe noch mein Getränk verschüttet. Aber irgendwann kriecht man doch über den entscheidenden Winkel hinaus und kann es sich bequem …

(3) (87) Bayern. Katholisch.

Wenn man Bayern mit seinem Katholizismus wirklich erleben will, dann bleibt einem Altötting nicht erspart. Die Schwarze Madonna. Der Wallfahrtsort auch meiner Grossmutter. Ein RIesenareal mit drei Kirchen und eben der berühmten MAdonnenfigur zur Anbetung. Damit sie einem helfe. Leihkreuze inklusive, die bei den Fürbitten helfen sollen. Und scheinbar hilft es. Eine Menge an Votivtafeln …

(10) Schreiben. Zug.

Im Vollbesitz eines General Abonnements kann ich nir einen Luxus leisten, der es sich gewaschen hat. „Freie Zugfahrt“ in der Schweiz ein ganzes Jahr lang. Und ich liebe Zugfahren in der Schweiz. Wilde Streckenführung, pünktliche und angenehme Züge laden zu einem Rundtrip an Sonntagen ein. Ich schreibe gerne im Zug, nehme dazu einfach meinen Laptop …

(61) Zäuerli. Neujahr.

Am 31.12. und 13.1. (also neuem und altem Silvester) kommen ab Mitternacht die Silvesterchlausen rund um Urnäsch zusammen und gehen von Haus zu Haus. Dort jodeln sie drei Zäuerli als Segen für die Familie im Haus. Eine Nachbarschaftswohltat. Wundervoller Gesang, nicht als touristische Darbietung gedacht. Gegen Mittag zu kommen dann die verschiedenen Gruppen auf dem …

(3) St. Maurice.

Die Abtei St. Maurice gilt als eine der ältesten der Welt. Seit dem 5. Jahrhundert nach Christus wird hier im Wallis gebetet und das mönchische Zusammenleben erhalten. Was stellt man sich vor, wenn man so etwas liest? Eine Abtei auf einem Berg, rundherum Stille und Erhabenheit. Kein Sterbenswörtchen dringt in den Gängen ausser langgezogenen Mönchsgesängen …