(17) Sushi. Essen.

Wenn die Familie „suuuuushi“ schreit, dann habe ich keine Wahl. Ich muss ran und eine Stunde lang für 10 Minuten Aufessen wie der Wahnsinnige rollen und anbraten und einlegen und… Aber ich habe Auswahl, denn was reinkommt in die Sushi bestimmt der Familienvater. So will es das Gesetz. Und deshalb habe ich aus Ermangelung von …

(74) Wald. Entdeckungen.

Es muss nicht immer der Zoo sein, um in Zürich auf Exotisches zu stossen. Wenn man von Witikon herunter zum See läuft, kommt man am Elefantenbach vorbei, einer fast lebensgrossen Steinpülastik des ebensolchen, der eigentlich in einen Zürcher Tobel nicht passt. Aber der Waldweg entspannt und Kinder haben auf dem Schädel des Untiers ihre Freude. …

(34) Pedalo. Seecruise.

Sagt meine Gattin neulich beim Spazierengehen, wir könnten eigentlich „endlich mal“ Pedalo fahren. Damit meint sie als Schweizerin die Benutzung eines Tretbootes auf dem Zürichsee. Gesagt, getan. Für schlappe 30 CHF eine Stunde gemietet und los. Die Dinger lassen sich auch auf einem wackeligen See (der Schiffsverkehr erzeugt Wellen) gut steuern. Vor allem wenn man …

(95) Hänge. Matt.

Einfach ist es nicht, in so eine Doppelhängematte zu kommen. Der Trick bei solchen Umschwüngen besteht ja darin, über den Schwerpunkt der Matte hinaus einzuschwingen. Die ersten paar Mal hatte ich kein Glück und hätte beinahe noch mein Getränk verschüttet. Aber irgendwann kriecht man doch über den entscheidenden Winkel hinaus und kann es sich bequem …

(3) (87) Bayern. Katholisch.

Wenn man Bayern mit seinem Katholizismus wirklich erleben will, dann bleibt einem Altötting nicht erspart. Die Schwarze Madonna. Der Wallfahrtsort auch meiner Grossmutter. Ein RIesenareal mit drei Kirchen und eben der berühmten MAdonnenfigur zur Anbetung. Damit sie einem helfe. Leihkreuze inklusive, die bei den Fürbitten helfen sollen. Und scheinbar hilft es. Eine Menge an Votivtafeln …

(11) Buch. Balkon.

Es braucht eigentlich gar nicht so viel, bis ich wieder mal einen Abend mit einem Buch verbringe. Man benötigt dazu einen lauen Sommerabend mit nettem Sonnenuntergang, einen Tisch und Stuhl auf dem Balkon, ein Glas Cola, ein Schälchen Nüsschen… ach ja, und ein Buch. In diesem Fall ist es: Christian, David. Big History: Die Geschichte …

(21) Ethno. Zelt.

Man sollte nicht glauben, welche merkwürdigen Geschichten wieder aufkommen, wenn man an seine Kindheit zurück schaut. Zum Beispiel die mit dem Indianerzelt, das ich mir als Belohnung für mein Stillhalten wünschte. Im Alter von 6 oder 7, vor einer Rachenmandeloperation. Und siehe da, ich habe tatsächlich stillgehalten und dieses Zelt bekommen… mein Kindheitsschatz. Die Jahre …

(10) Schreiben. Zug.

Im Vollbesitz eines General Abonnements kann ich nir einen Luxus leisten, der es sich gewaschen hat. „Freie Zugfahrt“ in der Schweiz ein ganzes Jahr lang. Und ich liebe Zugfahren in der Schweiz. Wilde Streckenführung, pünktliche und angenehme Züge laden zu einem Rundtrip an Sonntagen ein. Ich schreibe gerne im Zug, nehme dazu einfach meinen Laptop …

(65) Neues. Palais.

Im Park von Sanssouci schlendernd. Es ist herbstlich wolkig aber noch angenehm. Ich komme gerade vom Drachenhaus herunter und will um das Neue Palais herum spazieren, damit ich zu meinem Lieblingsplatz gehen kann, der es mir immer so angenehm macht in entsprechender Entfernung und mit Sichtachse auf dieses etwas überdimensionierte Repräsentationsschloss eine Zigarre zu rauchen. …