Sagt meine Gattin neulich beim Spazierengehen, wir könnten eigentlich „endlich mal“ Pedalo fahren. Damit meint sie als Schweizerin die Benutzung eines Tretbootes auf dem Zürichsee. Gesagt, getan. Für schlappe 30 CHF eine Stunde gemietet und los. Die Dinger lassen sich auch auf einem wackeligen See (der Schiffsverkehr erzeugt Wellen) gut steuern. Vor allem wenn man mit der Strömung weg vom Land fest in die Pedale tritt und erst einmal eine halbe Stunde lang sich vom Bootssteg entfernt und ankernde Segelschiffe umrundet.
Ein Heidenspass. Aber der Rückweg ging in die Knie, vor allem wenn man scheinbar gegen eine Strömung und nicht nur gegen die Uhr antritt. Es hiess pünktlich sein, man ist ja Schweizer, und man will nicht noch etwas nachberechnet haben. Man ist auch geiziger Schweizer. Aber trotzdem ein Spass. Auch wenn man entlangkriecht und wild zu schaukeln beginnt, wenn es wackelt durch die Wellen.
Auf jeden Fall eine andere Art, den See zu geniessen. Drin geschwommen bin ich eh noch nie. Ich mache mir nichts aus kaltem Wasser. Sinnlos wie ein Pedal ohne Pedale.

