(11) Buch. Balkon.

Es braucht eigentlich gar nicht so viel, bis ich wieder mal einen Abend mit einem Buch verbringe. Man benötigt dazu einen lauen Sommerabend mit nettem Sonnenuntergang, einen Tisch und Stuhl auf dem Balkon, ein Glas Cola, ein Schälchen Nüsschen… ach ja, und ein Buch. In diesem Fall ist es:

Christian, David. Big History: Die Geschichte der Welt – vom Urknall bis zur Zukunft der Menschheit. München: 2020

Vom lieben Freund Stefan Graf empfohlen. Zu Recht, ich tauche ein. Bis die Sonne untergegangen ist. Dann sehe ich den Konzeptfehler. Bzw. sehe ich nichts mehr. Aber es ist gut so, das war genau die Stunde an Konzentration, die ich für den Urknall übrig hatte. Das Buch danach weggelegt und für den nächsten Tag vorgemerkt. Auf der Hängematte.

Normalerweise komme ich zu meinen Büchern über eine Lotterie. Ich gehe in die Universitätsbibliothek und nehme mir dort eine der Reihen im Magazin vor. Greife einfach ein Buch heraus und schlage es auf. Wenn es nicht gar zu krude oder in einer vollkommen fremden Sprache ist, dann nehme ich es mit. So komme ich zu neuen Themen, an die ich sonst nicht gedacht hätte. So etwas wie Toiletten Englands des 16. Jahrhunderts, oder Science Fiction in der DDR, oder das Konzept den römischen Gastmahls…