Heute Nacht träumte mir, ich stände in einer grossen, konzentrisch abgetragenen Schweisssandgrube. Alleine und lapidar stand ich dort mit einer Schubkarre, voll aufgeladen, ich holte Anlauf und fuhr sie auf ihrem quietschenden Rad die halb zugeriegelten Wege hinauf, da wo die Grasnarbe anfing. Niemand hätte mir zugetraut, dass ich den steilen Weg dort hinauf schaffen würde, aber mir schien das keine Schwierigkeiten zu machen, hatte ich das ja schon vorher seit Jahren gemacht. Die eigene Grube war über all das Schürfen immer weiter in den Boden hinein geteuft, so als würde ich mir selbst ein Loch graben und davon leben.

Da lag ich dann zwischen zwei sisyphonischen Arbeitsgängen am Rande meiner Grube und sah meinen Vater über mir herantreten. So stolz war ich auf ihn, der zeitlebens eine Schubraupe gefahren und Unmengen an Sand bewegt hatte, und ich zeigte ihm meine Grube. Da fing er zu weinen an und nahm meinen Kopf zärtlich in seine Hände.

Ich wachte auf mit einem Krampf im linken Oberschenkel.