Irritiert sehe ich am Bahnhof auf ein Wahlplakat. Kein Zweifel, das ist Z., Z. von damals, in Japan. Als ich durch ihn ein wenig vom Zen gesehen habe. Der mir wie ein Leuchtturm durch die kalten Tage im Dojo geholfen hat. Fast wie ein Heiliger kam er mir vor. Die anderen schlotternd, und ich erst. Aber Z. Sass da in einem dünnen Leinenhemd und lächelte in den Schnee.

Und jetzt finde ich ihn mit dem gleichen Läacheln auf dem Wahlplakat der rechten Partei, die gegen alles und alle ist. Vor allem gegen das Fremde. Was um Himmels Willen macht Z. auf diesem Bild? Hat er sich wärmer angezogen? Aufgegeben? Hat er sich einfangen lassen?

Oder war er immer Z., und der Winter in Japan war nichts als ein Ausrutscher für ihn. Plötzlich verliere ich ein wenig von allem, was ich dort zu spüren gemeint habe. Hereingelegt?